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Wissen · Virtuelle Touren

Virtueller Rundgang für Museen und Schlösser

360°-Panorama, begehbares 3D-Modell oder VR-Brille vor Ort: Drei Wege zur virtuellen Tour, was sie leisten und für welche Häuser sie passen.

Besucher im Rollstuhl erlebt mit VR-Brille einen virtuellen Rundgang im Schloss
Wissen · 2. September 2026 · 13 Min. Lesezeit · Jonas Kirchner

„Wir hätten gern einen virtuellen Rundgang.“

So beginnen viele Anfragen von Museen, Schlössern und Gedenkstätten

Gemeint sein kann damit sehr Unterschiedliches: ein 360°-Rundgang aus Panoramafotos, ein begehbarer 3D-Rundgang oder eine Virtual-Reality-Anwendung für Gäste im Haus.

Dahinter stehen ebenso unterschiedliche Wünsche. Manche Häuser wollen online sichtbar sein, andere verschlossene Räume öffnen, wieder andere suchen ein Erlebnis für Gäste vor Ort. Für jeden dieser Fälle gibt es eine passende Technik, und sie unterscheiden sich in Aufwand, Produktionsdauer und Wirkung erheblich.

Ausgangslage

Warum sich ein virtueller Rundgang für Museen und Schlösser lohnt

Der häufigste Anlass ist der praktische: Ein Raum ist nicht zugänglich. Wegen einer Sanierung, aus konservatorischen Gründen, weil eine Treppe zu steil oder eine Statik zu heikel ist. Museen kennen das Problem gut. Das Depot ist voll mit Objekten, die niemand sieht, und die eindrucksvollsten Räume sind manchmal die, in die niemand darf. Ein virtueller Rundgang macht sie zugänglich, ohne dass ein einziger Stein bewegt wird.

Der zweite Grund ist Barrierefreiheit. Wer eine Wendeltreppe nicht schafft, war bisher außen vor. Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, aber auch für Familien mit Kinderwagen oder für ältere Gäste ist ein digitaler Zugang oft der einzige Weg in bestimmte Bereiche. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist das für viele Einrichtungen ohnehin ein Thema, das nicht mehr nur freiwillig ist.

Der dritte Grund wird häufig unterschätzt: Ein Rundgang ist Dokumentation. Wenn Räume ohnehin photogrammetrisch erfasst werden, entsteht nebenbei ein millimetergenaues Abbild des heutigen Zustands. Vor einer Sanierung ist das für die Denkmalpflege bares Geld wert. Die Daten liegen dann vor, unabhängig davon, was der Umbau verändert.

Dazu kommt die Reichweite. Ein Haus, das online begehbar ist, erreicht Schulklassen in der Vorbereitung, Forschende im Ausland und Menschen, die niemals anreisen würden. Die Erfahrung aus unseren Projekten: Der digitale Rundgang ersetzt den Besuch nicht, er weckt ihn. Wer online durch einen Raum gelaufen ist, will ihn sehen. Für die Pressearbeit ist so ein Rundgang außerdem dankbares Material, weil Redaktionen ihn einbetten können.

Und schließlich: Förderprogramme. Digitalisierungsvorhaben in Kultur und Bildung werden auf Landes- und Bundesebene gefördert, in Baden-Württemberg etwa im Rahmen des Landesprojekts zur virtuellen Rekonstruktion von Kulturliegenschaften. Wer ein Vorhaben ohnehin plant, sollte die Antragsfristen früh kennen.

Bleibt die Frage, wie so ein Rundgang technisch aussieht. In der Praxis haben sich drei Wege herausgebildet, die sich vor allem darin unterscheiden, wie frei sich Besucher:innen bewegen und wo sie dabei sind: der 360°-Rundgang aus Panoramafotos, der begehbare 3D-Rundgang aus vermessenen Räumen und die Virtual-Reality-Anwendung im Haus. Die drei schließen sich nicht aus, im Gegenteil, sie bauen aufeinander auf.

360°-Tourfeste Standpunkteim Browser 3D-Rundgangfrei begehbarBrowser und VR-Brille VR im HausErlebnis vor Ortmit Erzählung Drei Wege, die sich in der Bewegungsfreiheit unterscheiden
Weg 1 · 360-Grad-Tour

Weg 1: Der 360°-Rundgang aus Panoramafotos

Der 360°-Rundgang, oft auch virtuelle Tour oder Panoramatour genannt, besteht aus Panoramafotos, die an festen Standpunkten aufgenommen und miteinander verlinkt werden. Besucher:innen drehen sich am Standpunkt frei um die eigene Achse, springen per Klick zum nächsten Punkt und tippen auf Infopunkte mit Text, Bild oder Audio.

12345 Blickfeld drehbar, Position fest · Wechsel nur von Punkt zu Punkt

Für die Aufnahme genügt ein Tag im Haus, oft weniger. Eine Panoramakamera auf dem Stativ, ein Standpunkt alle paar Meter, dazu Zeit für die Ausleuchtung. Ein mittelgroßes Museum kommt mit zwanzig bis vierzig Standpunkten aus. Der eigentliche Aufwand steckt danach in der Redaktion: Welche Objekte bekommen einen Infopunkt, wer schreibt die Texte, wer spricht das Audio ein, in welchen Sprachen?

Die Stärken liegen auf der Hand. Die Tour ist schnell fertig, läuft in jedem Browser ohne Installation, lässt sich in die eigene Website einbetten und später um Standpunkte ergänzen. Für Sonderausstellungen, die nach drei Monaten abgebaut werden, ist sie oft die einzige Form, die sich rechnet. Auch als Vorbereitung für Schulklassen oder als Barriere-Angebot auf der Website erfüllt sie ihren Zweck.

Die Grenze: Man kann sich nicht frei bewegen. Die Standpunkte bleiben die des Fotografen, und zwischen ihnen liegt ein Sprung, kein Weg. Wer näher an ein Exponat heran will, kann nur zoomen, nicht hingehen. Räumliches Gefühl entsteht dadurch nur bedingt. Und weil Panoramen fotografiert sind, zeigen sie den Zustand am Aufnahmetag, samt Absperrband und Baugerüst.

Beispiel · Kunstmuseum Stuttgart · 2022

360°-Touren in die Ateliers der Künstler:innen

Für den Kubus. Sparda-Kunstpreis haben wir Panoramatouren in die Ateliers der nominierten Künstler:innen produziert und in den Mediaguide des Hauses eingebettet. Besucher:innen sehen dort Orte, die sonst niemand betritt, ohne dass ein Raum umgebaut werden musste. Mehr zum Projekt.

360-Grad-Atelierbesuch im Kunstmuseum Stuttgart
Weg 2 · Photogrammetrie

Weg 2: Der begehbare 3D-Rundgang per Photogrammetrie

Beim 3D-Rundgang wird der Raum nicht fotografiert, sondern vermessen. Mit Photogrammetrie entstehen aus tausenden überlappenden Aufnahmen echte 3D-Modelle. Das Ergebnis ist kein Bild, sondern Geometrie mit Oberfläche, durch die man laufen kann.

ExponatExponatExponat Jeder Blickwinkel möglich, auch nah heran Freie Bewegung · dieselben Daten für Browser und VR-Brille

Die Aufnahmen dauern länger, meist ein bis drei Tage pro Raumgruppe, weil jede Fläche aus mehreren Winkeln erfasst werden muss. Der größere Teil der Arbeit liegt danach am Rechner: Die Rohmodelle haben hunderte Millionen Dreiecke und müssen auf ein Maß reduziert werden, das ein Smartphone in wenigen Sekunden lädt. Dabei dürfen Formen nicht verloren gehen. Für den Rundgang durch das Pergamonmuseum haben wir mehrere Detailstufen gebaut, die je nach Gerät und Entfernung nachgeladen werden.

Der Gewinn ist ein anderes Erlebnis. Besucher:innen bewegen sich selbst, gehen näher heran, schauen hinter eine Säule, hocken sich vor eine Vitrine. Weil das Modell echte Geometrie ist, lassen sich Objekte hervorheben, ausblenden oder in einen früheren Zustand versetzen. Und derselbe Datensatz bedient beide Welten: den Browser auf der Website und die VR-Brille im Haus. Wer diesen Weg geht, hat Weg 3 halb erledigt.

Was Häuser dafür beisteuern müssen: Zugang zu den Räumen außerhalb der Öffnungszeiten, weil bewegte Besucher:innen die Aufnahmen stören, und eine klare Entscheidung, welche Räume in welcher Detailtiefe erfasst werden. Jeder zusätzliche Raum kostet Aufnahmezeit und Rechenzeit.

Beispiel · Staatliche Museen zu Berlin · 2025

Pergamonmuseum: geschlossene Räume, online begehbar

Weg 2 in Reinform. Räume, die wegen der Sanierung jahrelang nicht zugänglich sind, wurden photogrammetrisch erfasst und als frei begehbarer Rundgang aufbereitet. Mehrsprachig, kuratorisch begleitet, auf Smartphone und Desktop. Für die Staatlichen Museen zu Berlin ist das Dokumentation und Vermittlung zugleich. Mehr zum Projekt.

babylon-reloaded, virtueller Rundgang durch das Pergamonmuseum
Weg 3 · VR-Station

Weg 3: Virtual Reality im Museum vor Ort

Die intensivste Form ist Virtual Reality im Museum selbst, als betreute VR-Station. Gäste setzen eine Brille auf und betreten Räume, die sonst gesperrt sind, oder Zeiten, die es nicht mehr gibt. Hier kommt zur Geometrie die Dramaturgie: eine Erzählstimme, historische Figuren, Interaktionen, ein Anfang und ein Ende.

2 bis 4 Brillenplus Ersatzgerät Tablet-Variantefür alle ohne Brille BetreuungEinweisung, Hygiene LadeschrankAkkus, Updates Fläche: etwa 2 × 2 Meter je Station, sitzend oder stehend

Technisch setzen wir auf Standalone-Brillen, die ohne Rechner und Kabel auskommen. Für eine Station rechnen wir mit zwei bis vier Geräten plus Ersatz, einem Ladeschrank und einer Fläche von etwa zwei mal zwei Metern. Wichtig ist die Frage, ob im Sitzen oder Stehen gespielt wird: Sitzend ist sicherer, braucht weniger Fläche und weniger Betreuung. Eine Sitzung sollte zehn bis fünfzehn Minuten dauern, sonst staut sich die Warteschlange.

Der Betrieb gehört in die Planung, nicht ins Kleingedruckte. Wer setzt die Brille auf, wer reinigt sie, wer lädt sie? Wie wird der Ton gelöst, wenn der Raum laut ist? Was passiert bei Andrang? Wir liefern deshalb ein Betriebskonzept mit, dazu eine Kurzanleitung für das Aufsichtspersonal und eine Tablet-Variante für alle, die keine Brille aufsetzen können oder wollen. Blicksteuerung statt Controller senkt den Einweisungsaufwand spürbar, weil es nichts zu erklären gibt.

Dafür ist die Wirkung ungleich größer. Eine VR-Station ist ein Grund zu kommen, sie taucht in der Presse auf und wird weitererzählt. Häuser berichten uns von Gästen, die eigens wegen der Anwendung anreisen.

Beispiel · Staatliche Schlösser und Gärten BW · 2024

Schloss Mannheim: Zeitreise per Blick

Die Bibliothek der Kurfürstin ist im Original verschlossen. Gäste des Barockschlosses betreten sie in VR, so wie sie 1755 aussah, gesteuert allein über den Blick. Wer keine Brille aufsetzen kann, erlebt dieselben Inhalte auf dem Tablet. Die Anwendung läuft ohne Rechner auf Standalone-Brillen direkt im Haus. Mehr zum Projekt.

Besucherin mit VR-Brille im Barockschloss Mannheim
Beispiel · Staatliche Schlösser und Gärten BW · 2022

Residenzschloss Ludwigsburg: Rundgang oder Geschichte

Zwei Modi aus einem Datensatz: Im virtuellen Rundgang „Geheime Wege“ erkunden Gäste die Räume der Dienerschaft in Ruhe. Im „Mitternachtstheater“ erleben sie dieselben Räume als Geschichte mit drei historischen Figuren, die in einer Aufführung im Schlosstheater gipfelt. Einmal erfasst, lassen sich Räume für verschiedene Zielgruppen unterschiedlich erzählen. Mehr zum Projekt.

Mitternachtstheater im Residenzschloss Ludwigsburg
Ablauf

Virtuellen Rundgang erstellen:
die fünf Schritte

1 2 3 4 5 Ziele klärenRäume und Publikum Aufnahmenvor Ort Daten aufbereitenberechnen, reduzieren InhalteText, Audio, Sprachen LivegangTest und Betrieb

1. Ziele und Räume klären. Welche Räume sollen digital zugänglich werden, für wen, und was soll dabei vermittelt werden? Hier entscheidet sich, ob eine 360°-Tour genügt oder ob es Photogrammetrie braucht. Wir machen das meist in einem Kreativworkshop mit dem Team des Hauses.

2. Aufnahmen vor Ort. Je nach Weg ein Tag mit der Panoramakamera oder mehrere Tage photogrammetrische Erfassung, möglichst außerhalb der Öffnungszeiten. Gutes Licht und ein Aufnahmeplan sparen später Wochen.

3. Aufbereitung der Daten. Panoramen werden montiert und verknüpft, 3D-Daten berechnet, reduziert und texturiert. Bei einem begehbaren 3D-Rundgang liegt hier der größte Teil der Produktionszeit.

4. Inhalte und Gestaltung. Texte, Audio, Übersetzungen, Karte, Navigation und Gestaltung im Erscheinungsbild des Hauses. Für Barrierefreiheit kommen Untertitel, einfache Sprache und eine Bedienung ohne Controller dazu.

5. Test, Livegang, Betrieb. Usertests mit echten Gästen, Korrekturen, Veröffentlichung auf der Website oder Aufbau der Station im Haus. Danach Pflege der Inhalte, bei VR zusätzlich Geräte, Updates und Einweisung des Personals.

Ein virtueller Rundgang mit 360°-Panoramen ist so in wenigen Wochen erstellt, ein begehbarer 3D-Rundgang in drei bis sechs Monaten, eine VR-Anwendung mit Erzählung in sechs bis zwölf.

Ergänzung · Digitaler Guide

Digitaler Museumsguide auf dem eigenen Smartphone

Oft unterschätzt wird der digitale Museumsguide auf dem eigenen Smartphone der Gäste, als Alternative zum klassischen Audioguide. Per QR-Code am Eingang gestartet, ohne App und ohne Leihgeräte, führt er durch Räume und Gärten, mehrsprachig, mit Karte, Audio und Quiz für Familien. 360°-Blicke und begehbare Räume lassen sich darin einbetten, sodass der Guide alle drei Wege verbindet.

Für Häuser, die mit Audioguide-Geräten kämpfen, ist das meist der beste erste Schritt: keine Anschaffung, keine Akkus, keine Hygiene, kein Schwund, und die Inhalte pflegt die Fachabteilung selbst. Statistiken zeigen anschließend, welche Stationen funktionieren und wo Gäste aussteigen.

Häufige Fragen

Was kostet ein virtueller Rundgang für ein Museum?

Das hängt vom Weg ab: Eine 360°-Tour ist die kleinste Klasse, ein begehbarer 3D-Rundgang mit Photogrammetrie richtet sich nach Zahl und Größe der Räume, eine VR-Anwendung mit Geschichte liegt darüber. Förderprogramme für Kulturliegenschaften können einen großen Teil tragen. Die Faktoren erklären wir im Beitrag „Was kostet eine VR-Anwendung?“.

Brauchen Besucher:innen für den virtuellen Rundgang eine VR-Brille?

Nein. 360°-Touren und 3D-Rundgänge laufen im Browser auf Laptop, Tablet und Smartphone. Die VR-Brille ist eine zusätzliche Möglichkeit, meist vor Ort im Haus.

Wie lange dauert die Produktion?

Eine 360°-Tour ist in wenigen Wochen fertig. Ein Photogrammetrie-Rundgang braucht drei bis sechs Monate, davon wenige Tage für die Aufnahmen vor Ort und den Rest für Berechnung, Nachbearbeitung und redaktionelle Inhalte.

Können wir Inhalte später selbst ändern?

Ja. Texte, Bilder und Audio pflegen Ihre Fachleute in einem Redaktionssystem. Neue Räume oder Sprachen lassen sich ergänzen, ohne den Rundgang neu zu bauen.

Welcher virtuelle Rundgang passt zu unserem Haus?

Drei Fragen helfen bei der Entscheidung: Wo sollen die Menschen sein, online oder im Haus? Reicht es, den Raum zu zeigen, oder soll er erklärt und erzählt werden? Gibt es Räume oder Zustände, die anders nicht zugänglich sind? Je öfter die Antwort „im Haus“, „erzählen“ und „nicht zugänglich“ lautet, desto eher lohnen sich Photogrammetrie und VR. Für viele Häuser ist die Kombination der richtige Weg: der 3D-Rundgang für die Website, dieselben Daten für die VR-Station im Haus, der digitale Guide als Klammer über den ganzen Besuch. Wer klein anfangen will, beginnt mit einem Raum als Prototyp, die Daten bleiben später nutzbar.

Wie finden wir heraus, was zu uns passt?

Am besten in einem Kreativworkshop: einem halben oder ganzen Tag, an dem wir gemeinsam mit Ihrem Team Inhalte, Zielgruppen und mögliche Formate sortieren. Wir sehen uns die Räume vor Ort an, sprechen mit den Menschen, die das Haus kennen, und arbeiten dann in kleiner Runde: Was soll vermittelt werden, wer soll erreicht werden, was ist an Material und Forschung schon da? Aus den Ergebnissen entwickeln wir zwei bis drei Formatideen und bewerten sie nach Aufwand, Wirkung und Betrieb. Am Ende steht eine Empfehlung mit Aufwand und Zeitplan, mit der Sie intern und gegenüber Förderstellen arbeiten können, unabhängig davon, ob Sie danach mit uns weitermachen. Dieses Vorgehen hat sich unter anderem bei der Markenentwicklung für die Freie Waldorfschule Engelberg bewährt.

Können wir unsere VR-Anwendung auch im Store veröffentlichen?

Beides hat seine Berechtigung, und oft ist die Kombination am sinnvollsten: eine kurze, betreute Fassung im Haus und eine eigenständige Version online. Für die Veröffentlichung stehen der Meta Horizon Store für Quest-Brillen, SteamVR für PC-VR sowie App Store und Google Play offen. Dafür spricht, dass die Anwendung verfügbar bleibt, wenn die Ausstellung abgebaut ist, dass Menschen sie erleben, die nicht anreisen können, und dass der Store belastbare Zahlen liefert: Downloads, Spieldauer, Bewertungen, Herkunftsländer. Dagegen spricht, wenn die Anwendung auf Betreuung, Raumgröße oder eine bestimmte Brille ausgelegt ist oder das Erlebnis bewusst exklusiv bleiben soll. Carbon Dream$ Land ist so kostenlos im Meta Quest Store und auf SteamVR verfügbar, das Opernquiz Intermezzo erreichte im App Store eine Top-Platzierung.

Was ist bei einer Veröffentlichung im Store zu beachten?

Die Plattformen stellen eigene Anforderungen an Menüführung, Komfort und Altersfreigabe, dazu kommen Prüfprozesse und laufende Pflege bei jedem Systemupdate. Store-Seite, Trailer, Screenshots und Beschreibungstexte in mehreren Sprachen sind eigene Arbeitspakete und gehören früh ins Konzept. Ein Release, der mit einer Ausstellungseröffnung, einem Jahrestag oder einer Messe zusammenfällt, bringt deutlich mehr Aufmerksamkeit.

Jonas Kirchner, Geschäftsführung Pixelcloud
Geschrieben von
Jonas Kirchner
Geschäftsführung & Projektmanagement bei Pixelcloud, seit 2011 in der Luft.

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